Ötv tarifvertrag brandenburg

Generell ist der Einfluss der deutschen Gewerkschaften seit 1990 zurückgegangen und musste 2004 sinkende Realeinkommen und eine Reform des Sozialsystems (“Hartz-IV-Gesetze”) hinnehmen, die die Löhne zusätzlich unter Druck setzten. Seit einigen Jahren setzen sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland ein. Bis weit in die 1990er Jahre hinein hatten sie diese Idee abgelehnt, weil sie durch ihre starke Position im deutschen Tarifsystem bessere Ergebnisse erzielten. [2] 28 Möllemann schlug ein Gesetz vor, das es Betriebsräten und Führungskräften im Osten ermöglichen würde, Betriebsabweichungen von den tariflichen Branchenvereinbarungen auszuhandeln. Meine Einschätzung der Reaktionen der Arbeitgeber basiert auf Interviews mit Vertretern von Gesamtmetall, bDA und den Metall-Arbeitgebern in Berlin und Brandenburg. Ein Arbeitgebervertreter formulierte es so: “Wenn es eine solche Flexibilisierung [von Verträgen] für Unternehmen im Osten geben soll, dann sollte diese Möglichkeit in den Verträgen selbst festgelegt werden und nicht durch Ministerialerlass. Das müssen die Verhandlungspartner selbst tun.” Zu diesem Vorschlag siehe auch Handelsblatt, 15. September 1992; und Die Zeit, 3. Juli 1992, S. 21. 66 Mit dieser Schrift (Mai 1993) hatten Arbeitgeber und Gewerkschaften in der metallverarbeitenden Industrie gerade einen Konflikt über die Forderungen der Arbeitgeber nach einer Neuverhandlung eines zuvor ausgehandelten Vertrags für den Osten beigelegt. Aber das tiefere Problem im Osten ist das Versäumnis einer beträchtlichen Zahl von Unternehmen, sich den Arbeitgeberverbänden anzuschließen, wodurch sie sich nicht das System koordinierter Verhandlungen insgesamt aussetzen.

Dies ist sowohl für die Gewerkschaften als auch für die Arbeitgeberverbände ein Anliegen. Ein Vertreter des BDA formulierte es so: “In diesem Punkt haben wir parallele Interessen [gleichgerichtete Interessen]. Wir müssen den Arbeitgebern deutlich machen, dass wir als Kollektiv stärker sind. Und das gilt natürlich besonders für die neuen Staaten”; zitiert in Die Welt, 5. August 1992. 41 Zum schwedischen Fall vgl. Swenson, Peter, “Labor and the Limits of the Welfare State: The Politics of Intraclass Conflict and Cross-Class Alliances in Sweden and West Germany”, Comparative Politics 23 (Juli 1991). In Deutschland folgt die größte Gewerkschaft des öffentlichen Sektors (GewerKschaft Öffentliche Dienste, Verkehr und Verkehr, ÖTV) in der Regel dem Vorsprung der Metallarbeiter in Prozenterhöhungen, aber die Verträge fördern nicht die Lohneingleichstellung zwischen den beiden.

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